Klare Kante am Weißen Stein
Wohnungsbau von Stefan Forster in Frankfurt am Main
Der Weiße Stein ist ein dreieckiger Platz im Zentrum des Frankfurter Stadtteils Eschersheim, der vor allem als Verkehrsknoten wahrgenommen wurde. Mit einem langgezogenen Wohn- und Geschäftshaus reagierte das Büro Stefan Forster (Frankfurt am Main) auf die diffuse Raumsituation im Norden des Platzes. Der fünfgeschossige Neubau entstand im Direktauftrag für die Homes Development und ersetzt ein zweigeschossiges Haus mit 1-Euro-Shop im Erdgeschoss sowie eine Lagerhalle aus den 1970er Jahren.
Die neue Wohnanlage entwickelt sich linear entlang des Platzes mit einem abgewinkelten Kopfbau zur Eschersheimer Landstraße und deutlich flächenreduziertem Staffelgeschoss. Auf den durchlaufenden Klinkersockel folgt eine hellblaue Putzfassade. Farblich abgesetzte Brüstungsbänder betonen die horizontale Gliederung. Das Klinkermotiv taucht erneut an einzelnen Fensterlaibungen und Versprüngen des Baukörpers auf.
Beide Gebäudeteile sind als Dreispänner organisiert und werden über zwei Eingänge von der Straße erschlossen. Pro Geschoss sind zwei Wohnungen nach Südosten und Nordwesten orientiert. Insgesamt umfasst das Projekt 20 Eigentumswohnungen mit je zwei bis vier Zimmern, davon sind vier barrierefrei. Alle Wohneinheiten verfügen über Balkone, Loggien oder Terrassen; insbesondere der halbrunde Wohn-Essbereich der östlichen Penthousewohnung öffnet sich zu einer großzügigen Dachterrasse. 24 Autostellplätze im Untergeschoss, zwei Ladenlokale im Erdgeschoss und zwei Praxis- oder Büroräume im 1. Obergeschoss komplettieren das Raumprogramm.
An der östlichen Straßenfront stand ein Baum, für den im Entwurf eine Nische vorgesehen war. Aufgrund von Schäden wurde dieser jedoch mittlerweile gefällt. Im Rahmen der Baumaßnahme wurde die Leerstelle neu bepflanzt. Im Innenhof wich die alte Garagenanlage einer vom Frankfurter Büro HKK Landschaftsarchitektur geplanten Begrünung. Er bietet nun Spielflächen für Kinder und Raum zur gemeinschaftlichen Nutzung durch die Eigentümer. (kms)
- Fertigstellung:
- 2025
- Architektur:
- Stefan Forster
- Team:
- Kirsten Essig (Projektleitung), Sara Petzold
- Tragwerksplanung:
- Jan Andreas Suleja
- Haustechnikplanung:
- Freudl & Ruth
- Landschaftsplanung:
- HKK Landschaftsarchitektur
- Bauleitung:
- Dobberstein Realisierungsmanagement
- Bauherrschaft:
- Homes Development
- Fläche:
- 3.333 m² BGF (oberirdisch)
- Baukosten:
- 5.530.000 € KG 300 + 400




weil sie so schön im sockel "integriert" sind.
Solche Übungen sind an der Uni ja ganz lustig, im wahren Leben brauchts Funktionalität.
Bei den Treppenhäusern gebe ich Ihnen recht, auch Eingänge , Hof etc sieht man wenig bis nix
aber sie sollten einen farbberater engagieren.....
- Am Bildschirm funktioniert der Lageplan nicht, in gedruckter Form noch weniger. Die Kombination von 3d und 2d will zu viel.
- Die Orientierung (Nordpfeil) stimmt nicht, ist außerdem beim Schnitt gar nicht auszumachen.
Zum Gebäude ist da noch gar nichts gesagt. Was aber hat der 1-Euro-Shop in der Beschreibung verloren? So in der Art wie „um diesen Gebäudebestand ist es nicht schade“?
Das ist immer noch keine Kritik am Gebäude, nur an der Veröffentlichung bzw. Redaktion…
muss auch mal ein Kompliment her,
und das ist nicht mal abgerungen,
scheint das Projekt mir doch wahrlich gelungen:
Eine Farbigkeit, die erdet und strebt
gen Himmel und gleichsam die Stimmung hebt,
eine Bänderung, die nicht aufgesetzt wirkt
und mit Auskragungen die Eingänge birgt...
wie´s zudem in der rundichen Ecke sitzt drin,
ist auch städtebaulich ein Gewinn,
so dass man mit Milde darüber wegsieht,
dass die Banalität innen runterzieht.
Denn
wie jeder Stadtrundgang uns lehrt:
besser so als umgekehrt!